Japan verliert Satelliten im Wert von 273 Millionen US-Dollar

Japan verliert Satelliten im Wert von 273 Millionen US-Dollar

Dutzende von Weltraumforschern suchen verzweifelt den Himmel ab, nachdem sie einen japanischen Viertelmilliarden-Dollar-Satelliten verloren haben, mit dem schwarze Löcher untersucht werden sollten. Der Ultra-High-Tech-Satellit oder das Auge von Hitomi sollte jetzt Nachrichten aus dem Orbit senden, aber die japanische Luft- und Raumfahrtbehörde (JAXA) sagte, dass derzeit niemand genau sagen kann, wo es sich befindet.

Das Gerät hatte einen kurzen Kontakt mit terrestrischen Diensten, ist aber inzwischen verschwunden, und amerikanische Forscher berichten, dass es in mehrere Teile zusammengebrochen sein könnte.

"Wir nehmen die Situation ernst", sagte Saku Ttsuneta, Direktor des Instituts für Weltraumforschung und Astronautik bei JAXA, auf einer Pressekonferenz am Sonntag.

JAXA beschäftigte rund 40 Techniker, die versuchten, das Raumschiff zu lokalisieren und eine Verbindung herzustellen, teilte ein Vertreter der AFP-Agentur am Montag mit.

"Wir wissen, wo er ist", fügte ein Sprecher hinzu, aber die Wissenschaftler versuchen immer noch, den genauen Standort zu bestimmen.

Der Satellit, der in Zusammenarbeit mit der US-Raumfahrtbehörde NASA und verschiedenen anderen Gruppen entwickelt wurde, wurde am 17. Februar gestartet und soll Röntgenstrahlen beobachten, die von Schwarzen Löchern und Galaxienhaufen ausgehen. Schwarze Löcher wurden noch nie direkt beobachtet, aber Wissenschaftler glauben, dass es sich um riesige kollabierte Sterne handelt, deren enorme Anziehungskraft so stark ist, dass nichts mehr entkommen kann.

Die Ankündigung im letzten Monat, dass Gravitationswellen zum ersten Mal entdeckt wurden, wurde zum Beweis ihrer Existenz hinzugefügt, nachdem Wissenschaftler Wellen entdeckt hatten, die durch die Kollision zweier riesiger Schwarzer Löcher verursacht wurden.

Der tote Satellit, der 31 Milliarden Yen (273 Millionen USD) kostete, sollte sich zusammen mit den Startkosten in einer Höhe von etwa 580 Kilometern (360 Meilen) im Orbit befinden.

Die japanische Rakete mit dem Satelliten wurde von der H-IIA-Rakete vom Hauptstart des Landes im Raumfahrtzentrum Tanegashima im Süden Japans abgefeuert.

Japan hat ein riesiges Weltraumprogramm und es ist dem Land gelungen, wissenschaftliche und kommerzielle Satellitenstarts durchzuführen. Sie schickte Astronauten mit dem Space Shuttle und Missionen zur Internationalen Raumstation.

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