Äquatorfalle kann Leben auf Exoplaneten verbergen

Äquatorfalle kann Leben auf Exoplaneten verbergen

Künstlerische Interpretation von TRAPPIST 1d (rechts) und Hauptstar TRAPPIST 1 (links)

Neue Simulationen zeigen, dass die Suche nach Leben auf anderen Planeten schwieriger sein kann als bisher angenommen. Die Analyse ergab, dass ungewöhnliche Muster im Luftstrom atmosphärische Komponenten während einer Teleskopansicht verbergen können, was die Bildung einer Suchstrategie beeinflusst.

Moderne Methoden zur Suche nach Leben außerhalb unseres Systems basieren auf atmosphärischen Analysen. Das heißt, die Forscher suchen nach chemischen Verbindungen, die von Lebewesen abgesondert werden. Einer der möglichen Indikatoren ist Ozon.

In der Erdatmosphäre bilden diese Verbindungen eine Ozonschicht, die uns vor schädlichen UV-Strahlen schützt. Auf einem anderen Planeten kann dies auf das Vorhandensein von Bakterien oder Pflanzen hinweisen, die Sauerstoff produzieren.

Jetzt sagen Forscher des Max-Planck-Instituts (Deutschland), dass diese Indikatoren vor unseren Augen verborgen bleiben können. Das Team untersuchte mehrere Exoplaneten in der Nähe, die der Erde ähnelten. Darunter Proxima b und die vielversprechende Welt von TRAPPIST 1d. Diese Planeten drehen sich in 25 Tagen und weniger um die Sterne, weshalb eine Seite ständig dem Stern zugewandt ist. Wissenschaftler modellierten die Luftströmung unter diesen Bedingungen und es stellte sich heraus, dass die entstandene Lücke die Verteilung von Ozon in der Atmosphäre beeinflussen kann: Es konzentriert sich auf die Äquatorregion.

Es stellt sich heraus, dass das Fehlen von Ozon bei Beobachtungen nicht besagt, dass überhaupt kein Sauerstoff vorhanden ist. Vielleicht ist er an einem anderen Ort oder gut versteckt. Diese Verteilung beeinträchtigt die Habitabilität, da der größte Teil des Planeten nicht vor UV-Strahlen geschützt ist.

Proxima b und TRAPPIST 1d drehen sich um rote Zwerge, die kleine Anteile schädlicher Strahlen abgeben. Wissenschaftler hoffen, dass mit dem Start des Teleskops von James Webb dieses Problem besser verstanden werden kann. Im Moment stellen sie jedoch nur fest, dass die Suche nach dem Leben viel schwieriger ist als ursprünglich beabsichtigt.

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